Interview: From Scratch

9 Aug

Wir haben From Scratch beim Szene Openair zum Interview getroffen. Die Jungs lieferten eine super Punkrock Show – obwohl sie schon mittags ran mussten. Was sie so zu erzählen hatten seht ihr hier:

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Szene Open Air 2014

31 Jul

TAG 1

Das Szene Open Air 2014 geht in ca. einer Stunde los. WestMusicBlog wird in Kooperation mit WestPoint -fast- live berichten. Wir haben uns eingerichtet und von uns aus kanns los gehen…

Raze haben die Bühne betreten und rocken die Mainstage bei Traumwetter. Sie haben uns nicht nur Rock-Klänge aus vergangenen Tagen sondern auch besseres Wetter mitgebracht. Die Sonne strahlt über dem Szene Open Air 2014. Es haben sich beim dritten Song mittlerweile gut einhundert Leute vor der Bühne eingefunden, und nach dem Kopfnicken des Publikums zu urteilen scheint ihnen zu gefallen was sie hören…

Turpentine Moan haben den Blues – und den ziemlich laut. Im Moment auf der Mainstage Apologies, I Have None. Ich kann mich nur schwer entscheiden was ich besser finde: ihren großartigen Sound oder ihren knuffigen britischen Akzent. UND: Soeben haben wir Stefan von den großartigen Schandmaul interviewt. Sehr sympathischer Kerl. Wir freuen uns schon auf ihren Auftritt um 21:40…

Interviews mit Turpentine Moan und Raze: Check
Im Zelt spielen im Moment Taped aus Liechtenstein – die mit Abstand härteste Band am heutigen Tag. Die Jungs geben alles: fette Gitarren, laute Drums, Growls und Klargesang im Wechsel,… Die Enter Shikari Einflüsse hört man nicht mehr so sehr heraus wie noch vor einiger Zeit, Taped haben einen Eigenständigen Sound entwickelt. Und der steht ihnen hervorragend. Außerdem wirken sie eingespielter als so manch große Band, da passt auf der Bühne wirklich alles. Sollte man sich unbedingt mal live ansehen wenn sie in der Nähe sind. Nach Taped wird Thees Uhlmann auf der Mainstage spielen. Man darf gespannt sein wie sich der Tomte Sänger Solo präsentiert…

Im Moment sind die letzten Klänge von Thees Uhlmann von der Mainstage zu hören. Und wir haben was gelernt bei seiner Show. Dank ihm wissen wir jetzt, dass Vorarlberg das Ostfriesland Österreichs ist, dass der Mann ein geübter Gitarrenwerfer ist – über mehrere Meter in die Hände des Roadies -, dass er in seiner Pubertät Metaller werden wollte, doch ein Frisurenkonflikt mit seinem Vater in einem VoKuHiLa-Kompromiss endete und vieles mehr. Musikalisch war es übrigens sehr schön. Die melancholischen Thees Uhlmann Songs bei blauem Himmel und Sonnenuntergang neben der Bühne können definitiv was. Ob das heute noch zu toppen ist? Wir sind gespannt.

Prinz Grizzley auf der Newcomerstage konnte überzeugen. Der Mann kriegt alleine auf der Bühne mehr her wie manche Band. Danach spielten die grandiosen Schandmaul. Mittelalterlicher Folk-Rock vom feinsten. Die Band war gut drauf, die Menge an Songs des neuen Albums etwas gewöhnungsbedürftig, vor Allem da sie mit drei neuen Songs am Stück begonnen haben. Doch danach versöhnten sie das Publikum mit Hits wie Teufelsweib, der Krieger oder dein Anblick. Zum Abschluss spielten noch die Bloody Beetroots – festivaltauglicher Elektro Marke Prodigy: das Publikum tanzte sich die Seele aus dem Leib. Wir freuen uns auf Morgen mit Acts wie Judith Holofernes, Eskimo Callboy und Moop Mama. Für heute wünschen wir eine Gute Nacht…

 

 

TAG 2

Das WesMusicBlog und WestPoint Team sitzen noch beim Frühstück um gestärkt in Tag 2 des Open Airs zu gehen. Heute steht einiges auf dem Programm. Eröffnet wird der Tag von den Ländle Punkrockern From Scratch um 12:00 Mittags. Außerdem heute: Judith Holofernes, Moop Mama, James Hersey, Eskimo Callboy, Marteria, Satellite Stories und viele mehr. Es wird wieder laut am Alten Rhein.

From Scratch beenden gerade ihr Set auf der Mainstage. Es gibt also doch noch, die anständigen Punkrockbands aus Vorarlberg. Die Jungs haben eine großartige Show geboten – sollte man sich unbedingt mal anhören. Außerdem wurden uns mittlerweile Interviews mit James Hersey, Satellite Stories, Eskimo Callboy und From Scratch. Wetter Update: Bewölkt aber trocken. Das Wetter scheint zu halten.

Im Moment auf der Mainstage: James Hersey. Auch wenn die Sonne nicht vom Himmel scheint erinnert die Musik stark an Sonnenschein. Der Geheimtipp aus Wien dürfte nicht mehr lange geheim sein und spielt uns gerade zwei neue Songs von seinem im September erscheinenden Album. Zuvor spielten Trust in Zombies im Newcomer Zelt. Die Band ist noch sehr jung weshalb man ihnen gerne verzeiht, dass nicht immer alle im Time sind. Umso beeindruckender ist die Stimme des Sängers und auch die Songs sind durchwegs spannend mit ohrwurmtauglichen Hooks und einigen Tempiwechseln.

Moop Mama ist definitiv partytauglichkeit zu attestieren. Politischer Hip Hop ist das Eine. Aber anstatt einem DJ eine sieben-köpfige Bläsertruppe, zwei Drummer und ein MC – das kann was. Man kann sich trotz der großen Bühne vorstellen wie ihre Guerilla-Konzerte in Fußgängerzonen und Parks ausgesehn haben müssen. In der Zwischenzeit haben wir James Hersey und From Scratch interviewt. From Scratch dürfen wohl ohne Übertreibung als die Punkrockhoffnung Vorarlbergs bezeichnet werden. Nicht nur ihr Konzert hat uns hier von den Socken gehauen, die Jungs sind auch hinter der Bühne sehr symapathisch. Das kann man auch über James Hersey sagen: Wahnsinnig cooler Typ. Wenn der mal in der Nähe ist unbedingt aufs Konzert gehen…

Die Drescher spielen gerade den letzten Song ihres Sets. Laut und heiß ist es im Zelt. Und sie sind hart, sehr hart. Doch es geht hart weiter. In zehn Minuten entern Eskimo Callboy mit ihrem Trancecore die Mainstage. Wir hoffen von keinem Violent Dancer erschlagen zu werden und sind schon gespannt auf die Show…

Eskimo Callboy sind gekommen um alles niederzureißen – zumindest musikalisch. Die Show begann recht gewöhnungsbedürftig mit Herz an Herz von Blümchen als Intro, doch dann ließen sie die Sau heraus. Trancecore, das ist in etwa wenn übler Metal auf Scooter trifft. Witzig war es allemal und zumindest einer der WestPoint bzw. WestMusicBlog Redakteure übte sich im Headbangen. Was für eine Show. Next: the Weight im Zelt und Judith Holofernes auf der Mainstage bzw. für uns Interviews mit Eskimo Callboy, the Weight und Satellite Stories…

Im Moment auf der Bühne: Judith Holofernes. Die ehemalige Wir sind Helden Frontfrau gibt auch ohne die Helden eine gute Figur ab. Etwas weniger Rock, etwas mehr Folk. Dazu ihre eingängige Stimme und große Songs, die perfekt zum schönen Wetter über Lustenau passen. Es ist definitiv eine Freude ihr zuzuhören und ein wenig zu träumen. Und da die Interviews mit Eskimo Callboy und Satellite Stories unter Dach und Fach sind genehmigen wir uns jetzt unser erstes Bier. Prost

Die letzten Interviews des Tages sind im Kasten, the Weight und Moop Mama standen uns noch Rede und Antwort. The Weight spielten davor im Zelt und sind vor Allem für Fans der älteren Rockmusik sicher interessant. Wer also Deep Purple, the Who,… mag sollte mal reinhören. Die Jungs haben auch gerade ihre erste EP veröffentlicht – auf CD und auf Vinyl. Was danach kam kann man auf zwei Arten beschreiben. Leftboy verstümmelten auf der Mainstage so ziemlich jeden bekannten Song, sampelten ihn und rappten drüber. Oder Leftboy nehmen sich das Beste aus der Musikgeschichte, legen ihre eigenen Beats drüber und rappen dazu partytauglich. Der großteil der auf dem Szene Open Air anwesenden hat sich für Variante zwei entschieden – Party. Und auch wenn dieses Hip Hop von dem alle sprechen nicht mein Ding ist, Party hat Leftboy definitiv gemacht. Witziges Detail am Rande: Wer nicht auf die Bühne schaut könnte denken Eminem tritt gerade auf, denn zumindest live gleicht die Stimme von Leftboy der von Eminem extrem. Nach Leftboy hieß es schnell ab zur Zeltbühne, denn da trat die Indie Band der Stunde auf: Satellite Stories. Und ja, sie werden im Moment ziemlich gehyped. Und ja, das geschieht zurecht. So sollte moderner Indie klingen. Momentan spielt Marteria und er ist vor allem für die jüngeren im Publikum DER Headliner des diesjährigen Szene Open Airs. Wir verabschieden uns für heute und hoffen, dass die Massen an Marteria Jüngern auch morgen zu den rockigen Headlinern wie Airbourne und Babyshambles abgehen und nicht am Zeltplatz bleiben. In diesem Sinne: Gute Nacht, wir lesen uns morgen wieder.

 

 

TAG 3

Der letzte Tag des Szene Open Airs: Das Wetter ist noch suboptimal, es dauert jedoch noch ein wenig bis die erste Band die Bühne betrifft. Auf dem Zeltplatz kriechen die ersten Besucher recht fertig aus ihren Zeltern – zwei Tage Open Air haben bei manchen Spuren hinterlassen. Doch es ist ja noch Zeit bis das musikalische Programm um 12:00 Uhr startet. Die Highlights des heutigen Tages sind für uns: Airbourne, Babyshambles, 65daysofstatic, Deez Nuts und Sortout. Ready to Rock…

Daniel Benzer und Band eröffnen auf der Mainstage gerade den Tag. Gemütliche Musik die leicht ins Ohr geht – ideal um wach zu werden. Es gibt aber schon schlechte Nachrichten: Defrage aus Estland haben ihren Auftritt am Szene Open Air kurzfristig abgesagt – es geht das Gerücht um, dass sie sich aufgelöst haben. Doch das führt uns gleich zur ersten großartigen Nachricht des Tages. Die wahrscheinlich beste Hardcore Band vorarlbergs – Eyes Seem Shut – kriegen ihren Slot und dürfen nun um 19:20 Uhr ran…

Die erste heftige Dröhnung gabs von der Mainstage von Machine Gun Horror: Thrash Metal aus dem Bregenzerwald. Die Jungs waren heuer schon Support von Sepultura im Conrad Sohm und versetzten das Publikum zurück in die 80er – die Hoch-Zeit des Thrash Metals. Lange Haare, die durch die Luft fliegen, fette Growls und Gitarrenwände sollten wohl den letzten Schlaf aus den Besuchern getrieben haben. Nach Machine Gun Horror spielten Young Rebellion auf der Zeltbühne. Und das war wohl die größte Überraschung bisher. Die Bandmitglierder sind zwischen sechzehn und siebzehn Jahren alt, spielen aber wie alte Hasen. Vor allem der Gitarrist war der Wahnsinn und auch die Sängerin Emily, die den Anschein erweckt als wäre es das natürlichste auf der Welt auf so einer Bühne zu stehen, eine mörder Stimme hat und diese auch einzusetzten weiß – ich wiederhole: WAHNSINN
Danach ging es zurück auf die Mainstage, doch leider setzte mit dem Beginn von 65daysofstatic der berüchtigte Szene Open Air Regen ein, was viele ins Trockene und weg von der Bühne trieb. Vielleicht ist der schwer zu fassende Post-Rock der Engländer nicht die einfachste Festivalkost, doch er passte wie die Faust aufs Auge zum Regen. Und die ca. 100 Leute die sich vom Regen nicht abschrecken ließen erlebten eine hervorragende Show.
Interviewtechnisch waren wir fleißig und die Interviews mit den Deez Nuts, Machine Gun Horror, Young Rebellion und Eyes Seem Shut sind im Kasten.

WOW – was für ein Tag. Die Deez Nuts aus Melbourne lieferten eine Hardcore Show ab, als kämen sie mit der Zeitmaschine aus den Achtzigern direkt aus New York. Was für eine fette Show. Und Sortout aus dem schönen Satteins legten im Zelt direkt nach. New Metal, auf den Punkt genau zelebriert – unmöglich nicht zu bangen. Die Jungs spielten heuer schon im Conrad Sohm in Dornbirn und beim Poolbar Festival in Feldkirch und werden am 11. August Machine Head in Dornbirn Supporten. Für alle die Tickets haben gilt: Früh dort sein und eine der Top Ländle Metal Bands im Vorprogramm anschauen. Wir haben in der Zwischenzeit Airbourne interviewt und unseren Interview-Arbeitstag abgeschlossen. Ab jetzt heißt es nur noch: Bier trinken, Bands genießen, und den Ticker updaten…

Während Milky Chance gerade auf der Mainstage spielen und die Massen vor die Bühne locken erreicht uns eine schlechte Nachricht: die Babyshambles haben abgesagt. Hier das Statement der Band: We are very sorry that babyshambles are unable to perform in Lustenau today due to unforseen circumstances. All the band are very upset that they couldn’t play a show for their fans tonight and hope to be back in Austria soon to make up for it. Immer die selbe Scheiße mit diesem Pete Doherty…

Im Zelt spielen gerade Eyes Seem Shut. Eine geilie HardCore Band, aber leider hat der Mischer die ersten zwei Songs verschissen – da waren keine Gitarren und kein Gesang zu hören. Mittlerweile passt der Sound schon besser, das dürfte die Band aber einiges an Publikum gekostet haben…

Eyes Seem Shut haben doch noch einen souveränen – verdammt harten – Auftritt hingelegt. Anschließend spielten Claire auf der Mainstage. Der Ein oder Andere, der noch nicht mitbekommen hat, dass die Babyshambles abgesagt haben wundert sich zu beginn noch wie soft, elektronisch und feminin Airbourne klingen – doch dann wird schnell klar: die sind noch nicht auf der Bühne. Claire ziehen überraschend viele Leute – sie sind vom Sound her doch als Exoten am Rock Tag zu bezeichnen. Doch dann, um kurz nach zehn ist es soweit. Breadfan von Metallica erklingt aus den Boxe als Anheizer,  die Lichtshow lässt, obwohl die Bühne noch leer ist,  erahnen das gleich etwas großes passiert. Und dann legen Airbourne auch gleich mit Ready to Rock los. Sie sind definitiv ready, und auch das Publikum zeigt sich in Rocklaune. Ein Hit jagt den Nächsten. Too Much, Too Young, Too Fast, Girls in Black und vieles mehr. Airbourne spielen die Songs live nicht nur, sie zelebrieren sie. Da werden Intros in die Länge gezogen, Solis eingebaut und die Songs dauern beinahe doppelt so lange wie auf Platte. Trotzdem kommt nie Langeweile auf. Frontman Joel zeigt alles, was man sich bei einer Rockshow vorstellen kann – und noch mehr. Das ganze Set über spielt er Oben Ohne – trotz kühlem Wind und Regen -, er hüpft, imitiert Angus Young, springt in den Bühnengraben, spielt ein Solo auf den Schultern eines Roadies, öffnet Bierdosen in dem er sie sich an den Kopf schlägt bis sie ein Loch haben, singt, schreit sich die Seele aus dem Leib und ist einfach nur eine geile, dreckige Rocksau. Der Abschlusssong Running Wild wird in einer beinahe fünfzehn Minuten Version performt inklusive Publikumsinteraktion. Eines steht fest: Besser hätten die Babyshambles – egal in welcher Form dieser Doherty auch sein mag – nicht sein können. Das war ein würdiger Abschluss. Das war mehr als nur würdig. Das war eine Rockmacht wie man sie selten erlebt. Danke Airbourne. Danke allen Bands, die uns für Interviews zu Verfügung gestanden sind. Danke allen Bands, die ihr Bestes oder mehr gegeben haben. Danke den Veranstaltern des Szene Open Airs. Danke an unsere wundertolle Pressebetreuerin. Danke allen freiwilligen Helfern. Auf die nächsten fünfundzwanzig Jahre Musik und Party am Alten Rhein.

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Interview: Kalle Mattson

6 Apr

Ende Jänner spielte Kalle Mattson als Vorband von Kevin Devine in der Bäckerei Innsbruck. Und er stand dem Headliner um nichts nach. Was er am Morgen nach dem Konzert so zu erzählen hatte seht ihr hier. Wer ihn nicht kennt: reinhören lohnt sich auf jeden Fall – sehr schöne Musik!

 

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Interview: Christoph & Lollo

18 Jan

Wir haben Christoph & Lollo – das legendäre österreichische Liedermacherduo – zum Interview getroffen.

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Nachgefragt: Erstes Konzert

15 Jan

Was war das erste Konzert, auf das du gegangen bist? Das haben wir verschiedene Bands gefragt, wie z.B. the Yoohoos, Born From Pain, Kevin Devine, Marcus Smaller, Sons of Buddha, Astpai, Griskram,…

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Interview: Riccobellis

8 Jan

Wir haben die italienischen Punkrocker Riccobellis beim Monster Zero Mash 2013 zum Interview getroffen.

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Interview: Sortout

7 Jan

Interview mit der Vorarlberger Metalband Sortout. Aufgenommen am 28.12.2013 in der Miami Bar Feldkirch. An diesem Abend haben Sortout ihre Debüt-EP Shadow Slave live vorgestellt. Und sie ist großartig geworden! Hier noch der EP-Trailer zum reinhören: